Die Bergrettung Reschen wurde
im Jahr 1962 gegründet, auch wenn dies nach all den vergangenen Jahren (2.Weltkrieg, Seestauung, politische Unruhen) ein nicht einfaches Unterfangen war. Die Notwendigkeit der Gründung einer Bergrettung war schon seit einiger Zeit im Gespräch: der wachsende Tourismus im oberen Vinschgau, die Begeisterung am Bergwandern im Sommer und das Schitourengehen im Winter waren ausschlaggebende Punkte.
Vor dem Jahr 1962 wurde Herr
Scheibe Günter mehrere Male als ausgebildeter
Gebirgsjäger und
Bergführer für Einsätze und Hilfeleistungen am Berg gerufen. Zusammen mit Hansi Klöckner hat er die Vorbereitungen zur Gründung der Bergrettung getroffen.
Als 1962 in Langtaufers die Bergrettung über den C.A.I. entstand, fuhr Klöckner Hansi mit Ignatz Patscheider aus Langtaufers nach Bozen, um beim
C.A.I. die Bergrettung Reschen mit Klöckner als erstem Präsidenten ins Leben zu rufen. Die Mannschaft wurde dann im Winter 1963 ausgebaut und mit den Übungen, Aus- und Fortbildungen wurde begonnen.
Für die ersten Gehversuche haben sich Burschen zur Verfügung gestellt, die sich mit Begeisterung in wöchentlichen
Abendkursen und Übungen zu Bergrettern ausbilden ließen.
Scheibe Günter hatte als technischer Leiter und Ausbilder alle Voraussetzungen und auch das nötige
Material, um diese Gruppe auf Vordermann zu bringen. Strenge Regeln und militärische Disziplin trugen dazu bei, dass in Reschen in kürzester Zeit eine einsatzfähige Truppe für alle
Einsätze am Berg zur Verfügung stand.
Umgang mit Kartenmaterial, Kompass, Seil, Haken, Sonden für die Lawinensuche, Funkgeräten u.a. wurde ständig geübt und erprobt. Auch
Lawinenhunde, welche Blaas Ludi mit viel Einsatz und auch Erfolg trainierte, wurden von der Bergrettung Reschen eingesetzt.
Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder mussten mit den neuen Errungenschaften der Technik Schritt halten. So wurden bereits unmittelbar nach der Gründung
Hubschrauber für die Bergrettung eingesetzt. Jährlich wurden am Grödnerjoch Hubschrauberkurse abgehalten, an denen sich die Ortsgruppe von Reschen immer beteiligt hat.
Die
Suche von Lawinenverschütteten war stets eine große Herausforderung. Ständiges Üben mit anderen Ortsgruppen und mit neu erprobten Materialien, Sonden und verschiedenen Geräten war und bleibt bis heute eine lebensrettende Aufgabe der Bergrettung.
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