18.06.2010
Karl-Unterkircher-AWARD
09.+10. Juli 2010 Wolkenstein/Gröden
Außergewöhnliche Alpinisten werden erstmals am 09. und – 10. Juli 2010 in Wolkenstein Gröden (Südtirol) ausgezeichnet
Der Extrembergsteiger Karl Unterkircher verunglückte am 15. Juli 2008 bei einer Expedition am
Nanga Parbat tödlich. Freunde, Kollegen und Verwandte haben nun beschlossen, einen
Preis zu Ehren Karl Unterkirchers ins Leben zu rufen. Der „Karl Unterkircher Award“ wird erstmals am 09. und 10. Juli 2010 in Wolkenstein (Gröden/Südtirol) vergeben.
Geboren aus dem Wunsch den Namen Karl Unterkircher im alpinen Bereich weiterhin zu pflegen und zu ehren, richtet sich der
Preis an Alpinisten, die im Jahre 2009 eine besondere und
herausragende Leistung beim Bergsteigen oder bei den Expeditionen im
alpinen Stil erbracht haben. In Zukunft soll der Ehrenpreis jedes Jahr vergeben werden.
Karl Unterkirchers Leben als
Extremalpinist war kurz, aber intensiv. Trotzdem ist er in die Geschichte berühmter Bergsteiger eingegangen. So konnte er 2004 nach jahrelangem Training und vielen Bergbesteigungen seinen größten Erfolg feiern: die Besteigung des
Mount Everest und des
K2 in nur zwei Monaten, jeweils
ohne Zuhilfenahme von zusätzlichem
Sauerstoff. Für diese Spitzenleistung wurde er auch in das Guinness-Buch der Rekorde 2008 aufgenommen.
Von hier an ging die Karriere Karl Unterkirchers als Extrembergsteiger steil bergauf. So stand mindestens eine Expedition im Jahr auf seinem Kalender, alle im alpinen Stil, ohne Zuhilfenahme von Hoch-Trägern und künstlichem Sauerstoff. Fast alle dieser Touren waren
Erstbesteigungen. Eine Höchstleistung war zweifelsohne die Erstbesteigung der unberührten
Gasherbrum II Nordwand im Jahre 2007, im Alpinen Bereich anerkannt als eines der größten Unternehmen in den letzten Jahrzehnten. Nicht nur in Südtirol, sondern weltweit wurde über Karl Unterkirchers extremen Leistungen und seine großen Erfolge berichtet.
Karl Unterkircher war weltweit auf den Bergen unterwegs, vergaß aber nie, dass seine
Wurzeln in
Wolkenstein, mitten in den Dolomiten, waren. Er war nicht nur Bergführer und
Mitglied der bekannten
Klettergilde Catores, sondern auch
Präsident des
Bergrettungsdienstes Aiut Alpin Dolomites. Im Gedenken an diese herausragende aber bescheidene Persönlichkeit als Extrembergsteiger und Pionier wurde nun der „Karl Unterkircher Award“ ins Leben gerufen.
Dafür nominieren in den nächsten Wochen erfahrene Bergsteiger aus dem Grödnertal
fünf Alpinisten oder Alpinistengruppen aus ganz Europa, die dann zur
Preisverleihung in Wolkenstein eingeladen werden. Bei einer öffentlichen Veranstaltung werden die Leistungen der Nominierten präsentiert. Die Jury, bestehend drei erfahrenen Bergsteigern und zwei Fachjournalisten, wird dann in einer unanfechtbaren Entscheidung den Gewinner bekannt geben. Dieser erhält eine Plakette und ein
Preisgeld über 3000 Euro. Die anderen Nominierten bekommen einen Trostpreis von jeweils 1000 Euro. Die An- und Rückreise sowie Logier- und Verpflegungskosten werden vom Tourismusverein Wolkenstein getragen
Das
Gründungsgremium für den Preis besteht aus
Silke Unterkircher, der Witwe von Karl Unterkircher, seinem Bruder Peter Unterkircher und seinem Koordinator Herbert Mussner. Die Schirmherrschaft hat Dr. Mussner Florian, der Landesrat für ladinische Schule und Kultur, übernommen. Die Preisträger werden von Adam Holzknecht, und Stefan Stuflesser von der Klettergilde Catores sowie Reinhard Senoner und Ivo Rabanser von der Bergführervereinigung Gröden nominiert.
Folder:
folder_karl_unterkircher.pdf
Nominierungen und Jury:
nominationjury.pdf
Website von Karl Unterkircher:
www.karlunterkircher.com