12.11.2007
Abschlussprüfung für Anwärter
21 ANWÄRTER BESTEHEN ABSCHLUSSPRÜFUNG UND ERLANGEN EINSATZFÄHIGKEIT
Am Samstag, dem 11. November 2007, fand die
Abschlussprüfung für die
Anwärter der Südtiroler Berg- und Höhlenrettung des CNSAS im Klettergarten in der
Sarntaler Schlucht statt, an der angehende Bergretter aus Reschen, Sulden, Martell, Meran, Bozen, Unterland, Brixen, Villnöss, Sterzing, Sankt Vigil in Enneberg und Sexten teilnahmen.
Bereits im Dezember letzten Jahres stellten sich fast
30 junge Alpinisten der
Aufnahmeprüfung, bei der vor allem auf das selbständige und sichere Gehen/Klettern in Fels, Schnee und Eis geachtet wurde. Wer diese Hürde geschafft hatte, durfte am 3-tägigem
Winterkurs in Sulden und am 7-tägigem
Sommerkurs am Sellajoch teilnehmen. Bei diesen 2 Grundkursen wurden den Anwärtern die grundlegenden Methoden und
Techniken der Bergrettung in Fels, Schnee und Eis vermittelt. Außerdem wurden bergrettungsspezifische Erste Hilfe, Liftevakuierung, Flugrettung mittels Hubschrauber, Kartenlehre und der richtige Umgang mit GPS – und Funkgeräten gelehrt und geübt.
Das angeeignete Wissen und die gelernten Kenntnisse und Fähigkeiten wurden dann letzen Samstag bei der
Abschlussprüfung auf die Probe gestellt. Jeder Anwärter musste 5 verschiedene
Aufgabenstellungen in einer gewissen Zeit meistern und die Lösung dann theoretisch begründen. Unter anderem musste eine abgestürzte Person mittels eines
Flaschenzuges und einer Seilrolle über eine Wand heraufgezogen werden, verschiedene
Standplätze mit Nägeln und Klemmkeilen gebaut werden und
Knoten, Abseil- und Sicherungsmethoden aufgebaut und verschiedenen Anforderungen angepasst werden.
Die
Ausbildner dieser Kurse und Prüfungen, die selbst Bergführer und Bergretter sind und 2 mal im Jahr an einer Fortbildung teilnehmen, zeigten sich sehr
zufrieden mit der Leistung der Anwärter und erklärten, dass das
Niveau der frischgebackenen Bergretter
beachtlich sei und freuten sich, dass der Südtiroler Berg- und Höhlenrettung des CNSAS nun 21 frische und gut ausgebildete Kräfte zur Verfügung stehen.
Beim abschließenden Essen bedankte sich der
Direktor der Technikerschule Hubert Moroder bei allen Teilnehmern für die Zeit und Energie, die sie der Bergrettung widmen und äußerte die Hoffnung, dass sie auch die nächsten Ausbildungsstufen des Bergrettungstechnikers und des Flugretters in Angriff nehmen. Außerdem
lobte Moroder die neuen Bergretter für den Fleiß und die Hingabe für diese
ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle der Allgemeinheit, die heute leider nicht mehr selbstverständlich seien.