19.06.2006
Karl Unterkircher am Mount Genyen
GANZE TIBET AUTONOMY REGION, Cina
Unser wundervolles Erlebnis im chinesischen Sichuan ist mit einem freundschaftlichen Treffen mit Persönlichkeiten des
chinesischen Alpinklubs CMA (Chinese Mountaineering Association) zu Ende gegangen.
Anwesend war unter anderem auch der Präsident des
TMA (Tibetan Mountaineering Expedition) und der Direktor des chinesischen Amtes für Alpinwesen und Alpinaktivitäten von Peking.
Bezüglich der
Polemiken unserer Besteigung des Hl. Mount Genyen, habe ich ein völlig reines Gewissen. Wir hatten uns schon im Jahre 2005 entschlossen diese Region zu besuchen und die Expedition wurde von der chinesischen Regierung in der Region Sichuan genehmigt. Schon vor unserer Abreise haben wir angekündigt, die
höchste Erhebung des Berges unangetastet zu lassen.
Im Namen aller Expeditionsteilnehmer möchte ich unsere alpinistisch-kulturelle und soziale Erfahrung, die wir mit der lokalen Bevölkerung und den
buddhistischen Mönchen des Rengo Gomba Tempels im Shuta Tal erlebt haben, verteidigen.
Diese Erfahrung, sowohl filmisch als auch fotografisch und letztendlich auch topografisch dokumentiert, bedeutet sicher eine
Bereicherung der kulturellen und geistigen Kenntnisse zwischen verschiedenen Kulturen im
vollen gegenseitigen Respekt.
Die Expedition wurde leider von der
traurigen Nachricht des Bergunglückes am Jasemba von
Alois Brugger überschattet. Ich habe mich sehr betroffen gefühlt, da ich am gleichen Berg zusammen mit Hans Kammerlander sein Seilpartner sein konnte. Ich möchte mein volles Mitgefühl an seinen Familienangehörigen aussprechen.
Karl Unterkircher (Expeditionsleiter)
Gerold Moroder
Walter Nones
Simon Kehrer
Leonardo Pagani
Armin Wiedmann
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Karl Unterkircher